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Montag, 11. Juli 2011
1. Katastrophe (9.7.2011)
kleinbusreise, 00:21h
Der Tag steht ganz im Zeichen der notwendigen ersten „Katastrophe“. Dabei fängt alles so idyllisch an: Aufstehen, Frühstück mit Baguette und Croissants und Julius tobt ausgiebig und international mit dem 2-jährigen Luca vom Nachbarplatz über die Wiese, setzt den Platz unter Wasser und saut sich so richtig ein. Am Mittag ist er so fertig, dass es eigentlich eines Mittagsschläfchens bedurft hätte. Aber wer Julius kennt…. Genau: „Lieber weiterspielen!“ Und wenn Julius weiterspielt, obwohl er müde ist, dann passiert IMMER etwas. Und es passiert! Nicht als er mit dem Laufrädchen ausbüxt und wir ihn erst hinter der Schranke des Campingplatzes stellen können. Nicht als er davonläuft, um vom Bootssteg aus ins tiefe Wasser zu gucken, nein auf dem Rückweg zum Papa, der auf der einzigen Bank weit und breit auf der Wiese sitzt. Beim Laufen dreht sich Julius noch mal nach hinten um und läuft gegen den metallenen Stützpfeiler der Bank und haut sich die Ecke genau auf die Stirn. Das Blut spritzt, läuft, tränkt T-shirts, Spuck- und Taschentücher. Und? Nix – das ganze Volk bleibt sitzen und sieht zu, wie wir versuchen unser heftig blutendes Kind zu beruhigen. (Michael meint ja, dass gar nicht so viele dagewesen seien und die eben nicht gewusst hätten, was sie machen sollten, aber ich fühl mich halt schlecht behandelt!!!) Das schleppen wir zum Poste au secours, wo uns ein sicherlich top ausgebildeter ca. 15-jähriger Sanitäter sagt, dass alles nicht so schlimm ist „Am Kopf blutets halt immer schlimm.“ Pflaster drauf und gut. Ich fand ja, dass der Schnitt schon klaffte und wäre zu Hause wohl zum Arzt gegangen, aber Michael hatte schon französiche Gelassenheit geatmet und so klebt das Pflaster noch immer und wir werden mal schauen…


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Angekommen (8.7.2011)
kleinbusreise, 00:17h
Um 13.30 sind wir doch tatsächlich losgekommen!!!! Und um 18.30 angekommen. Über die Zeit dazwischen – Stillschweigen… Nein, so schlimm war's nicht, aber irgendwann sind alle Bücher gelesen, alle Bilder gemalt, alle Fenster geguckt und alle Gummibärchen gegessen. Aber als wir das Wohnmobil dann auf dem Campingplatz „Rammstein Plage“ (wie poetisch) in den Nordvogesen (ja richtig, in Frankreich) geparkt hatten, waren alle Mühsal und Qual vergessen. Julius tigert sofort los und nimmt auf seine Weise Kontakt zur umliegenden Jugend auf. D.h. er schleicht sich immer näher an und spielt irgendwann einfach mit, soweit er das Spiel versteht, das gespielt wird. Derweil machen sich die Eltern Gedanken, wie lange es her ist, dass sie zum letzten Mal campen waren (die Holland-Intermezzi nicht mitgerechnet) und kommen auf eine erschreckend hohe Jahreszahl. Schon ein eigenes Völkchen diese Camper… Viel Fussbroich und dazwischen immer wieder – sorry, ich weiß nicht, wie ich's sonst klassifizieren soll – potenzielle Lehrer. Aber der Platz ist nett, die Pinien duften und über das Überlegen, eine tarte flambée essen und Aufbauen wird es 22.30 und wir gehen lieber alle ins Bett
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