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Donnerstag, 4. August 2011
langsam Heimweh
kleinbusreise, 14:04h
Achtung Coverversion: RRRRRRRRegen!!!
Aber man soll sich ja nicht beklagen. Wirkliche Regentage auf unserer Reise kann man, glaube ich, an einer Hand abzählen. Und so was hat ja auch was für sich. Gestern abend, als beide Kinder schon schliefen, konnten Michael und ich am Wohnmobilfenster stundenlang Wetterleuchten und Gewitter über den Bergen angucken (und die Nachbarn durch deren Fenster) und dabei handwarmen 2,30€-Rotwein aus der Flasche trinken. Der Tag zuvor war wahrscheinlich unser Hitzerekord – 33°.
Jetzt sinds geschätzte 15° weniger. Und wir sind mental auf Heimweg eingestellt. Dieser Campingplatz ist einer der größeren und auch wieder hauptsächlich von Holländern bewohnt.
Irgendwie haben wir ähnliche Präferenzen bei der Auswahl der Plätze. Aber – und das möchte ich jetzt ausdrücklich nicht an der Nationalität festmachen (schließlich sind „einige“ unserer besten Freunde mit Holländern verheiratet und wir wissen ganz genau, dass diese sehr sozial kompetente Menschen sind) – hab ich diese Leute satt!!!! Unter Campern sind ganz klar viele Leute, die ganz offensichtlich nichts von der Erziehung ihrer Kinder halten. Michael und ich sind dazu übergegangen, wahllos und ohne Rücksicht darauf, ob die Kinder uns verstehen oder nicht, auf deutsch rumzubrüllen, sobald uns was querkommt. Beispiele?: Julius rutscht die Rutsche in den See, während gleichzeitig von unten ein älterer und deutlich schwererer Junge hochklettert und ohne mit der Wimper zu zucken über Julius drüber. Als er auf Julius draufliegt, der laut weint, sprintet Michael hin und reißt dem Jungen die Beine hoch, um Julius zu befreien. Der Junge hatte überhaupt keine Ahnung, was Michael von ihm wollte. Gleichzeitig explodiert neben unserer Decke eine Wasserbombe. Mein Gebrüll, dass hier ein Baby liegt, bewirkt lediglich, dass die Jungs, die es nicht waren, alle auf den Übeltäter zeigen, der sich partout nicht umdrehen will. Später wirft sich ein Junge neben Michael ins Wasser, dass er und Julius von Kopf bis Fuß nassgespritzt wird. Michael ist da schon schmerzfreier: Der spritzt einfach volle Ladung Wasser zurück. Ich (Michael nennt das Lehrer-Beisshemmung) denke ja immer noch, dass sich irgendwann auch die Eltern der Kinder einmischen könnten und die es nicht beim Wasserspritzen lassen. Beim Essen in der – nennen wir es mal – Kantine räumt eine Gruppe von Chaoten das Bällebad der Spieleecke aus und werfen die Bälle quer durch den Raum. Diesmal brüllen Michael und ich synchron. Sonst interessiert es mal wieder … keinen.
So lernen wir wenigstens, was unser perfekter Campingplatz ist: Nicht mehr als 300 Plätze, parzelliert mit mindestens mittelhohen Bäumen, direkt an irgendeinem Wasser, eine Gelegenheit zum Kaffeetrinken unter freiem Himmel und nach Möglichkeit direkt neben dem – zwingend vorhandenem – Spielplatz. Beim Thema Kinderanimation sind wir uns noch nicht ganz einig.
Es ist übrigens an der Zeit zuzugeben, dass wir die 4-Wochen-Grenze reißen werden. Der Plan sieht jetzt so aus, dass wir am Samstag die Grenze nach Deutschland überqueren werden, um noch 2 Tage in Murnau zu bleiben und dann (vielleicht noch mit einer Übernachtung in der Nähe von Würzburg) am Mittwoch oder Donnerstag zu Hause zu sein. Wir freuen uns auf unsere Badewanne und Betten, bei denen man nicht überlegen muss, in welcher Richtung man schlafen muss, um nicht kopfwärts bergab zu schlafen.
Aber man soll sich ja nicht beklagen. Wirkliche Regentage auf unserer Reise kann man, glaube ich, an einer Hand abzählen. Und so was hat ja auch was für sich. Gestern abend, als beide Kinder schon schliefen, konnten Michael und ich am Wohnmobilfenster stundenlang Wetterleuchten und Gewitter über den Bergen angucken (und die Nachbarn durch deren Fenster) und dabei handwarmen 2,30€-Rotwein aus der Flasche trinken. Der Tag zuvor war wahrscheinlich unser Hitzerekord – 33°.
Jetzt sinds geschätzte 15° weniger. Und wir sind mental auf Heimweg eingestellt. Dieser Campingplatz ist einer der größeren und auch wieder hauptsächlich von Holländern bewohnt.
Irgendwie haben wir ähnliche Präferenzen bei der Auswahl der Plätze. Aber – und das möchte ich jetzt ausdrücklich nicht an der Nationalität festmachen (schließlich sind „einige“ unserer besten Freunde mit Holländern verheiratet und wir wissen ganz genau, dass diese sehr sozial kompetente Menschen sind) – hab ich diese Leute satt!!!! Unter Campern sind ganz klar viele Leute, die ganz offensichtlich nichts von der Erziehung ihrer Kinder halten. Michael und ich sind dazu übergegangen, wahllos und ohne Rücksicht darauf, ob die Kinder uns verstehen oder nicht, auf deutsch rumzubrüllen, sobald uns was querkommt. Beispiele?: Julius rutscht die Rutsche in den See, während gleichzeitig von unten ein älterer und deutlich schwererer Junge hochklettert und ohne mit der Wimper zu zucken über Julius drüber. Als er auf Julius draufliegt, der laut weint, sprintet Michael hin und reißt dem Jungen die Beine hoch, um Julius zu befreien. Der Junge hatte überhaupt keine Ahnung, was Michael von ihm wollte. Gleichzeitig explodiert neben unserer Decke eine Wasserbombe. Mein Gebrüll, dass hier ein Baby liegt, bewirkt lediglich, dass die Jungs, die es nicht waren, alle auf den Übeltäter zeigen, der sich partout nicht umdrehen will. Später wirft sich ein Junge neben Michael ins Wasser, dass er und Julius von Kopf bis Fuß nassgespritzt wird. Michael ist da schon schmerzfreier: Der spritzt einfach volle Ladung Wasser zurück. Ich (Michael nennt das Lehrer-Beisshemmung) denke ja immer noch, dass sich irgendwann auch die Eltern der Kinder einmischen könnten und die es nicht beim Wasserspritzen lassen. Beim Essen in der – nennen wir es mal – Kantine räumt eine Gruppe von Chaoten das Bällebad der Spieleecke aus und werfen die Bälle quer durch den Raum. Diesmal brüllen Michael und ich synchron. Sonst interessiert es mal wieder … keinen.
So lernen wir wenigstens, was unser perfekter Campingplatz ist: Nicht mehr als 300 Plätze, parzelliert mit mindestens mittelhohen Bäumen, direkt an irgendeinem Wasser, eine Gelegenheit zum Kaffeetrinken unter freiem Himmel und nach Möglichkeit direkt neben dem – zwingend vorhandenem – Spielplatz. Beim Thema Kinderanimation sind wir uns noch nicht ganz einig.
Es ist übrigens an der Zeit zuzugeben, dass wir die 4-Wochen-Grenze reißen werden. Der Plan sieht jetzt so aus, dass wir am Samstag die Grenze nach Deutschland überqueren werden, um noch 2 Tage in Murnau zu bleiben und dann (vielleicht noch mit einer Übernachtung in der Nähe von Würzburg) am Mittwoch oder Donnerstag zu Hause zu sein. Wir freuen uns auf unsere Badewanne und Betten, bei denen man nicht überlegen muss, in welcher Richtung man schlafen muss, um nicht kopfwärts bergab zu schlafen.
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