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Dienstag, 12. Juli 2011
Michael auch (12.7.2011)
Zeit. Hat man oder nicht.
Komisches Gefühl hier im „Camp“. In Japan wurde glaub ich nach Fukushima ähnlich gehaust. Nur mit weniger Strom, Café und Bier.
Hab heute beim Müllwegbringen mit einem Platzmitarbeiter ein kurzes Gespräch geführt (der Herr sitzt in einem elektrischen Rollstuhl) über „die Besseren der Gesellschaft“ und dass er Lehrer schon seit der Schule nicht leiden mag. Und heute hat ihn einer geärgert, der seinen Müll nicht ordentlich getrennt hatte.
Es gibt halt solche und solche.

Für die Zwerge ist das hier super, beide Eltern rund um die Uhr da (ich war heute morgen mal eine Dreiviertelstunde beim Autohändler und hab ein paar neue Reifen geordert, weil die Altersporösitäten an den Flanken seit dem Elsass größer geworden sind. Und wir wollen ja noch in die Berge. Irgendwann. Termin für die Reifen ist jedenfalls am Samstag um 09.00h
Bis Samstag ist hier geplant, auch wenn morgen das schlechte Wetter kommen soll und eine Kaltfront folgt.
Egal, im blauen Land ist die Wettervorhersage auch nicht besser. Und Kärnten ist noch eine Etappe weiter.
Julius hat heut den ganzen Tag im Wasser rumgemacht, Oskar eine ordentliche Mittagspause und bei den Temperaturen kann man es aushalten.
Was hab ich eigentlich noch mal genau vor dieser Zeit hier in meinem Leben gemacht ???

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Leben am Wasser (12.7.2011)
Es gibt übrigens mehrere Seinszustände im Wasser. Als da wären: pfützen (Man planscht mit den Füßen im maximal knöcheltiefen Wasser), platschen (Die Hände sind mit von der Partie und tendenziell hat man auch keine Klamotten an), booten (Man vergnügt sich im tieferen Wasser mit dem Body-board (schreibt man das so? Sieht komisch aus!) und Papa (den schreibt man so!))und im weiteren Sinne: schlauchen (Man gießt die Blumen im Garten mit dem Gartenschlauch). Für Julius ist Wasser im Moment das, was für Eskimos (oder korrekt: Inuit) das Eis ist – der einzig denkbare Lebensraum. (Obwohl er Eis auch gut findet, allerdings eher das aus Milch und mit Geschmack und Schokolade: „Mama, soll’mer Eis essen?“) Julius ist hier echt in seinem Element, was super für ihn und anstrengend für uns ist, denn er ist ständig auf Achse und wir immer hinterher, zumindest, wenn er aus unserem Blickfeld verschwindet, weil hier ja immerhin ein tiefer See ist und Julius nicht weiß, wie man schwimmt (im Gegensatz zu Mia). Das hat er heute eindrucksvoll bewiesen, als er sich ohne Schwimmflügel genauso todesmutig in die Fluten stürzte wie mit Flügeln und wie ein Stein unterging. Zum Glück stand sein Vater neben ihm und konnte ihn am Genick wieder rausziehen. Oskar ist da stressfreier: Er genießt und … gut er schweigt auch nicht, aber immerhin kann er sich noch nicht bewegen!

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Dienstag, 12. Juli 2011
Maren auch
Ich könnte jetzt was über die unterschiedliche Sauberkeit von deutschen und französischen Sanitärbereichen auf Campingplätzen schreiben, aber ich glaube, ich lass es. Kann sich sowieso jeder denken. Ich sage nur: Du weißt, Du bist auf einem deutschen Platz, wenn Dein Nachbar morgens um 9 (gut, mit den Zwergen waren wir schon deutlich vorher wach) seine superpraktische elektrische Handheckenschere auspackt und mal ordentlich loslegt. Nächste Erkenntnis des Tages: Wir mögen parzellierte Campingplätze und werden unsere Suche nach solchen intensivieren. Hier stehst Du in einer Art Wagenburg mit mehreren im Kreis und spielst Schicksalsgemeinschaft. Muss ich persönlich nicht haben, wenn ich mir die Leute nicht aussuchen durfte…
Als ich vor 10 Jahren hier schon mal zeltmäßig unterwegs war, ist mir aufgefallen, dass hier ziemlich viel verboten ist. Und tatsächlich: Hat sich nicht viel geändert. Beispiele? Das Füttern der Enten ist polizeilich verboten, die Mittagsruhe von 13 – 15 Uhr ist einzuhalten (nicht, dass genau dann der Platzwart mit seinem Rasenmähertraktor die Wiese mäht), Nachtruhe ab 22 Uhr, „sogenanntes leises Feiern“ auch ab 24 Uhr nicht gestattet, Musikabspielgeräte sind sowieso überhaupt vor der Schranke abzugeben. ICH LIEBE DEUTSCHELAND!

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Bodensee /Himmelreich (11.7.2011) - Michael
Sehr schön, jetzt auch mal ein paar Komemntare aus meiner Perspektive. Weiß gar nicht welcher und wievielter Tag wir unterwegs sind- sehr effizient.
Frankreich war schön, aber zu kurz, noch nicht mal ein Croissant konnten wir exportieren (auch wenn wir auf der Rückfahrt durch den Elsass viele schöne kleine Dörfchen passierten mit geöffneten Bäckereien am Wegesrand. Aber wenns (wenn er-THE BUS) einmal läuft lässt man es besser auch weil unsere kleine Zeitmaschine es eben etwas ruhiger angehen lässt und man aufpassen muss, nicht rückwärts durch die Zeit zu reisen (300 km in 5 oder 6 Stunden …).


Die erste Etappe „Ramstein Plage“ war jedenfalls ein gelungenes Wochenende inklusive Flammkuchen stilecht auf dem Holzbrettchen serviert im „Campingplatzrestaurant“ (Blick aus dem Klofenster: image) und „offener Rotwein“ und petit café apres.
Nach meiner momentanen Laune würden wir nach der jetzigen Woche weiter über das „blaue Land“ (die Münchener Seenplatte: Staffelsee, Starnberger, Riegsee, etc.) Richtung Kärnten, dann Südtirol, Gardasee und dann auf der anderen Seite wieder übern Berg in den frankophonen Bereich. Aber bei den Spripreisen (letzter Tankstopp warn gute 120 Euro-hey ich will nicht konserativ sein, aber hat mal einer für zweihundertfuffzich Mark getankt ???)
Beim Mofa war fünf Mark volltanken…). Aber gut: Zeiten und Horizonte ändern sich und Elternzeit 2.0 ist nicht 1989 wo es unsern THE BUS noch gar nicht gegeben hätte.

Über Schwarzwald sind wir jetzt im „Himmelreich“ in Allensbach am Bodensee bzw Gnadensee angekommen und haben heute einen Großteil des Tages an der Wasserkante verbracht, nachdem wir heute morgen mit den Fahrrädern einkaufen waren (mit Oskar und Julius im Chariot und auf dem Rückweg auch noch mit diversen Wasser und Bierflaschen ist jeder Hügel ein ausgewachsener Berg. Fast wie mit THE BUS im dritten Gang bei 35 kmh die Schwarzwaldhöhenstrasse erklimmen.
Der Campingplatz ist übersichtlich, jedoch mit Laufrädchen und einem fixen Julius auch sehr schnell erkundet, wenn er nicht angeleint ist. Bis hinter die Schranke ist er heute nicht gekommen….
Meine „Aktion des Tages“ war dann Julius seinen Neoprenanzug ohne Schwimmwindel anzuziehen, natürlich mit der Ansage: Wenn Du einen…
Als ich den Reißverschluß öffnete, brachte mir das dann einige ratlose Sekunden und gefühlte 10 Stunden Duschen, Dusche saubermachen, Neopren auswaschen, Handtücher auswaschen, etc.

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Montag, 11. Juli 2011
1. Katastrophe (9.7.2011)
Der Tag steht ganz im Zeichen der notwendigen ersten „Katastrophe“. Dabei fängt alles so idyllisch an: Aufstehen, Frühstück mit Baguette und Croissants und Julius tobt ausgiebig und international mit dem 2-jährigen Luca vom Nachbarplatz über die Wiese, setzt den Platz unter Wasser und saut sich so richtig ein. Am Mittag ist er so fertig, dass es eigentlich eines Mittagsschläfchens bedurft hätte. Aber wer Julius kennt…. Genau: „Lieber weiterspielen!“ Und wenn Julius weiterspielt, obwohl er müde ist, dann passiert IMMER etwas. Und es passiert! Nicht als er mit dem Laufrädchen ausbüxt und wir ihn erst hinter der Schranke des Campingplatzes stellen können. Nicht als er davonläuft, um vom Bootssteg aus ins tiefe Wasser zu gucken, nein auf dem Rückweg zum Papa, der auf der einzigen Bank weit und breit auf der Wiese sitzt. Beim Laufen dreht sich Julius noch mal nach hinten um und läuft gegen den metallenen Stützpfeiler der Bank und haut sich die Ecke genau auf die Stirn. Das Blut spritzt, läuft, tränkt T-shirts, Spuck- und Taschentücher. Und? Nix – das ganze Volk bleibt sitzen und sieht zu, wie wir versuchen unser heftig blutendes Kind zu beruhigen. (Michael meint ja, dass gar nicht so viele dagewesen seien und die eben nicht gewusst hätten, was sie machen sollten, aber ich fühl mich halt schlecht behandelt!!!) Das schleppen wir zum Poste au secours, wo uns ein sicherlich top ausgebildeter ca. 15-jähriger Sanitäter sagt, dass alles nicht so schlimm ist „Am Kopf blutets halt immer schlimm.“ Pflaster drauf und gut. Ich fand ja, dass der Schnitt schon klaffte und wäre zu Hause wohl zum Arzt gegangen, aber Michael hatte schon französiche Gelassenheit geatmet und so klebt das Pflaster noch immer und wir werden mal schauen…

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Angekommen (8.7.2011)
Um 13.30 sind wir doch tatsächlich losgekommen!!!! Und um 18.30 angekommen. Über die Zeit dazwischen – Stillschweigen… Nein, so schlimm war's nicht, aber irgendwann sind alle Bücher gelesen, alle Bilder gemalt, alle Fenster geguckt und alle Gummibärchen gegessen. Aber als wir das Wohnmobil dann auf dem Campingplatz „Rammstein Plage“ (wie poetisch) in den Nordvogesen (ja richtig, in Frankreich) geparkt hatten, waren alle Mühsal und Qual vergessen. Julius tigert sofort los und nimmt auf seine Weise Kontakt zur umliegenden Jugend auf. D.h. er schleicht sich immer näher an und spielt irgendwann einfach mit, soweit er das Spiel versteht, das gespielt wird. Derweil machen sich die Eltern Gedanken, wie lange es her ist, dass sie zum letzten Mal campen waren (die Holland-Intermezzi nicht mitgerechnet) und kommen auf eine erschreckend hohe Jahreszahl. Schon ein eigenes Völkchen diese Camper… Viel Fussbroich und dazwischen immer wieder – sorry, ich weiß nicht, wie ich's sonst klassifizieren soll – potenzielle Lehrer. Aber der Platz ist nett, die Pinien duften und über das Überlegen, eine tarte flambée essen und Aufbauen wird es 22.30 und wir gehen lieber alle ins Bett

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