Samstag, 16. Juli 2011
Planänderung oder die Entdeckung der Langsamkeit
So, es ist passiert: Wir werden aufgrund der aktuellen Wetterlage unsere Pläne ändern und in die andere Richtung fahren. Also nicht rein nach Bayern und runter nach Kärnten, sondern sofort und auf schnellstem Wege ab ins (hoffentlich) sonnige Italien. Das bedeutet: Am Sonntag ab in die Schweiz und nach kurzem Stopp da weiter zum Lago Maggiore. Da haben wir auch unserem Ruf als Chaosfamilie wieder alle Ehre gemacht, denn es fiel uns doch tatsächlich ein, dass wir (obwohl vorher drüber gesprochen) vergessen haben für die Kinder Reisepässe zu beantragen und insbesondere in der Schweiz wäre das laut Internetrecherche ganz nützlich bis unumgänglich. Aber unsere Eltern (vielen Dank an dieser Stelle!!!) haben ja Zugang zu unserem festen Zuhause und so sind wir dank deren Hilfe und der der Post jetzt im Besitz von jeweils einer Geburtsbescheinigung der beiden, die auch den grimmigsten Zollbeamten überzeugen sollten, dass wir die rechtmäßigen Besitzer, ääh Eltern sind. Haben in Konstanz auch einen solchen gefragt und der wirkte so, als sei er noch nie mit einem solchen Problem in Berührung gekommen.
Vor unserem Campingplatz steht übrigens ein alter blauer Trecker, den Julius total super findet und immer schon nach ihm fragt, bevor er in unser Sichtfeld kommt. Dieser blaue Trecker kam heute in unsere „Wagenburg“ getuckert – er gehört unserem Nachbarn. Damit zieht er sein Wohnmobil und zwar 160 km weit und braucht dafür 6 Stunden! Das nenne ich mal die Entdeckung der Langsamkeit (Da fällt mir gerade der Film ein, in dem ein Mann quer durch Amerika auf einem Rasenmäher fährt – toller Film, würde Julius auch so sehen). Wir gehetzten Großstadtmenschen jammern schon, weil unser Wohnbus gerade mal 100 km/h fährt und uns nicht in Lichtgeschwindigkeit durch Europa beamt.


Apropos haben wir auch schon wieder den Kinostart vom letzten Harry Potter Film verpasst – muss zu Hause zusammen mit dem vorletzten dringend nachgeholt werden!!!

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