Montag, 1. August 2011
I swear!
kleinbusreise, 14:43h
So, Sie verlassen holländisches Hoheitsgebiet und betreten…. Deutsches! Allerdings in einer Richtung, in der das nicht zu erwarten war – südliche. Auch `ne Erfahrung. Wir hatten ja größenwahnsinnig auf einen Tagestrip nach Venedig gehofft, aber wirlich ein ganzer Tag ist mit den beiden Kleinen nicht zu machen, besonders, weil ja vermutlich der Kinderwagen weder in Bus noch in Fähre passt – und ein ganzer Tag mit gefühlten 30° und Oskar im Tragetuch am Körper – das hält ja keiner aus! Jetzt blutet mir das Herz ein bisschen beim Anblick der Venedig-Postkarten, aber so ist das wohl – Urlaub mit kleinen Kindern. Ich muss ja auch permanent den Anblick von anderen Campern aushalten, die vor ihrem Wagen liegen und den ganzen Tag lesen oder schlafen, während ich wahlweise Julius einfange, Oskar füttere oder einen von beiden wickele. Aber gut, man kriegt ja soviel zurück!!!! Michael und ich beschränken uns derweil auf ein „Irgendwann, aber dann!!!“, dann geht Michael wieder mit Julius im Wasser toben und ich passe auf, dass Oskar nicht zuviel Sand isst, oder umgekehrt. Und so eine Art Aktiv-Urlaub hat ja auch was für sich, ist halt ja nur ganz anders.
Der Platz ist auf jeden Fall auch ganz anders als die, die wir bis jetzt hatten. Michael hats ja schon geschrieben – eine Ferienfabrik. Kann man mögen, muss man aber nicht. Auf der Hinfahrt ist uns jedenfalls der Mund offenstehen geblieben. Von diesen „Fabriken“ sind hier mehrere hintereinander am Strand und einer von denen ist in unserem Campingführer als „einer der Spitzenplätze Europas“ beschrieben (unser Führer neigt sonst nicht zu pathetischer Übertreibung). Vor dem Eingang dieses Platzes stand eine lange Schlange Wohnwagen, die alle dort Einlass begehrten – man kann hier ein bisschen das „Maria-und-Josef-suchen-eine-Herberge“-Gefühl kriegen. Bei unserem Platz standen wenigstens nur 4 Fahrzeuge (auch schon mehr als bei allen anderen Plätzen, die wir besucht haben zusammen). Und tatsächlich haben wir den letzten Platz gekriegt – komisch, den kriegen wir irgendwie immer, aber wahrscheinlich haben die vor und die hinter uns den auch gekriegt. Unserer liegt diesmal jedenfalls direkt am Klohäuschen und ich kann mich an einen Zelturlaub mit 18 erinnern, in dem wir so einen Platz sehr cool fanden, denn da müssen ja alle vorbei und dann ist da immer was los. Aus demselben Grund finden wir das jetzt semiprickelnd, aber gut. Der Platz liegt schattig unter Pinien und zuviel meckern will ich auch nicht – funktioniert alles ganz gut. Die Leute um uns herum sind oft auch sehr interessant. Heute habe ich z.B. ein fremdes Kind in Unkenntnis seiner Nationalität auf dem Spielplatz angeschrien (Zufallstreffer: Es war deutsch), und wer mich spielplatztechnisch kennt, weiß, dass ich das eigentlich nicht tue. Aber dieser Junge kneift Julius und spuckt ihn an und Vati (oder Opi) sitzt auf der Bank und spielt Mikado (wer sich bewegt, verliert). Als ich seinen Sohn (oder Enkel) brüllend von meinem Sohn fortgetrieben habe, verliert Vati die Partie, indem er sich erhebt und wortlos mit seinem Sprössling abzieht. Hääh? Ich hatte mich schon auf eine Diskussion eingestellt ala Ömi. Andererseits geht ein volltätowierter „Mitten-im-Leben“-Darsteller wortlos hin und steckt Julius, der fordernd meckernd auf einem Spielschaukeldinosaurier sitzt, 50 Cent ein, damit das Tierchen sich bewegt und geht genauso wortlos weiter. Nochmal Hääh (aber diesmal mit danke)? Auch die Minidisco läuft hier anders als im letzten Campingplatz. Hier wird nicht mit den Kindern getanzt, sondern zwei Animateusen (richtig so?) stehen auf einer Bühne und machen den Hampelmann (wortwörtlich) und bewegen zu dem Lied so deutlich die Lippen, dass es eher nach Gebärdensprache aussieht. (Ich führe das gerne zu Hause einmal vor…). Dazu nuschelt ein Moderator zwischendurch ins Micro, was danach für ein Programm kommt („The people, who leave now, loose so much fun, I swear!“) und Animateur Ivo (Michael hatte zuerst auf seinem Namensschild Dr. No gelesen und sich nicht einmal gewundert) macht sich in der Zwischenzeit an eine Schnecke ran, bis der Moderator „Ivo“ ins Micro nuschelt, dann muss Ivo geschäftig abwackeln. Tomorrow we leave Italy, and we had so much fun, I swear!
wifi italien (doc, 54 KB)
Der Platz ist auf jeden Fall auch ganz anders als die, die wir bis jetzt hatten. Michael hats ja schon geschrieben – eine Ferienfabrik. Kann man mögen, muss man aber nicht. Auf der Hinfahrt ist uns jedenfalls der Mund offenstehen geblieben. Von diesen „Fabriken“ sind hier mehrere hintereinander am Strand und einer von denen ist in unserem Campingführer als „einer der Spitzenplätze Europas“ beschrieben (unser Führer neigt sonst nicht zu pathetischer Übertreibung). Vor dem Eingang dieses Platzes stand eine lange Schlange Wohnwagen, die alle dort Einlass begehrten – man kann hier ein bisschen das „Maria-und-Josef-suchen-eine-Herberge“-Gefühl kriegen. Bei unserem Platz standen wenigstens nur 4 Fahrzeuge (auch schon mehr als bei allen anderen Plätzen, die wir besucht haben zusammen). Und tatsächlich haben wir den letzten Platz gekriegt – komisch, den kriegen wir irgendwie immer, aber wahrscheinlich haben die vor und die hinter uns den auch gekriegt. Unserer liegt diesmal jedenfalls direkt am Klohäuschen und ich kann mich an einen Zelturlaub mit 18 erinnern, in dem wir so einen Platz sehr cool fanden, denn da müssen ja alle vorbei und dann ist da immer was los. Aus demselben Grund finden wir das jetzt semiprickelnd, aber gut. Der Platz liegt schattig unter Pinien und zuviel meckern will ich auch nicht – funktioniert alles ganz gut. Die Leute um uns herum sind oft auch sehr interessant. Heute habe ich z.B. ein fremdes Kind in Unkenntnis seiner Nationalität auf dem Spielplatz angeschrien (Zufallstreffer: Es war deutsch), und wer mich spielplatztechnisch kennt, weiß, dass ich das eigentlich nicht tue. Aber dieser Junge kneift Julius und spuckt ihn an und Vati (oder Opi) sitzt auf der Bank und spielt Mikado (wer sich bewegt, verliert). Als ich seinen Sohn (oder Enkel) brüllend von meinem Sohn fortgetrieben habe, verliert Vati die Partie, indem er sich erhebt und wortlos mit seinem Sprössling abzieht. Hääh? Ich hatte mich schon auf eine Diskussion eingestellt ala Ömi. Andererseits geht ein volltätowierter „Mitten-im-Leben“-Darsteller wortlos hin und steckt Julius, der fordernd meckernd auf einem Spielschaukeldinosaurier sitzt, 50 Cent ein, damit das Tierchen sich bewegt und geht genauso wortlos weiter. Nochmal Hääh (aber diesmal mit danke)? Auch die Minidisco läuft hier anders als im letzten Campingplatz. Hier wird nicht mit den Kindern getanzt, sondern zwei Animateusen (richtig so?) stehen auf einer Bühne und machen den Hampelmann (wortwörtlich) und bewegen zu dem Lied so deutlich die Lippen, dass es eher nach Gebärdensprache aussieht. (Ich führe das gerne zu Hause einmal vor…). Dazu nuschelt ein Moderator zwischendurch ins Micro, was danach für ein Programm kommt („The people, who leave now, loose so much fun, I swear!“) und Animateur Ivo (Michael hatte zuerst auf seinem Namensschild Dr. No gelesen und sich nicht einmal gewundert) macht sich in der Zwischenzeit an eine Schnecke ran, bis der Moderator „Ivo“ ins Micro nuschelt, dann muss Ivo geschäftig abwackeln. Tomorrow we leave Italy, and we had so much fun, I swear!
wifi italien (doc, 54 KB)
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aluw,
Dienstag, 2. August 2011, 00:09
Ihr habt es gewagt...
Ihr Lieben, nun seid Ihr also auf dem Lido Vacanze. Dort haben wir uns nie hingetraut, weil wir uns nicht in die Schlange stellen wollten und Sorge um unsere Gefährte hatten. Aber nach einigen Dokumentationen im Fernsehen und Euren Schilderungen werden wir es auch in der Zukunft eher nicht versuchen. Ist doch zuviel des Schwierigen von hier...
Gute Heimfahrt und alles Liebe aus Moers
Gute Heimfahrt und alles Liebe aus Moers
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dietrierer,
Mittwoch, 3. August 2011, 00:01
wir sind zu Hause, leider
Hallo ihr Lieben.
Da habt ihr ja ne schöne Woche hinter eiuch, Gardasee, Venedig,.....
Venedig waren wir auch schon, mit LT und ohne Kinder, in einer dieser Ferienfabriken. Naja, reichlich Rotwein, gutes Essen und eine Schiffsfahrt nach Venedig ließen es nicht ganz so schlimm erscheinen. Ohne Kinder geht das, wohlgemerkt!
Unsererseits hatte es eine sehr mühsame Fahrt über die Alpen, San Bernardino genauer gesagt, denn: 10km Stau vor dem Gottard am Samstag.
Natürlich hatten wir nicht mit einem Passanstieg von ca. 5-10% gerechnet, welchen wir mit unserem Gespann auf einer einspurigen sehr kurvigen Trasse größtenteils mit 50 Stundenkilometern zurücklegten. Sehr zum Ärger und Frust einiger italienischen und schweizer Freunde, die hupend gipfelwärts an uns vorbeischossen.
Und spätestens da erinnerte ich mich wieder an die Entdeckung der Langsamkeit......ohne LT, dafür mit Volvo Diesel.
Jedenfalls boxten wir die 400 Kilometer vom Lago bis zu unserem Zwischenstop in Freiburg dann doch in 8 Stunden bis 19:00 am Abend durch! Ich war fix und alle kann ich euch sagen.
Zurück in deutschen Landen präsentierten Nele und Lotte promt das italienische Animationsprogramm den deutschen Campinggästen. Sehr zu deren Freude, jedenfalls haben die alle so getan!!!!
Das mit dem privaten Animationsprogramm haben wir jetzt zu Hause auch jeden Tag. Das hat man nun davon.....
Heute am Dienstag haben wir dann die Fotos mit Julius geguckt wobei die Freude groß war. Lotte wollte gleich noch einmal in den Urlaub, wo der Junge ist.
So, wünschen euch noch ne schöne Reise zurück ins Rheinland. Wann auch immer ihr es erreichen werdet.
Aber ihr habt ja noch n bisschen Zeit.
Grüße von Nele und Lotte an Julius und Oskar
Dirk und Andrea
Da habt ihr ja ne schöne Woche hinter eiuch, Gardasee, Venedig,.....
Venedig waren wir auch schon, mit LT und ohne Kinder, in einer dieser Ferienfabriken. Naja, reichlich Rotwein, gutes Essen und eine Schiffsfahrt nach Venedig ließen es nicht ganz so schlimm erscheinen. Ohne Kinder geht das, wohlgemerkt!
Unsererseits hatte es eine sehr mühsame Fahrt über die Alpen, San Bernardino genauer gesagt, denn: 10km Stau vor dem Gottard am Samstag.
Natürlich hatten wir nicht mit einem Passanstieg von ca. 5-10% gerechnet, welchen wir mit unserem Gespann auf einer einspurigen sehr kurvigen Trasse größtenteils mit 50 Stundenkilometern zurücklegten. Sehr zum Ärger und Frust einiger italienischen und schweizer Freunde, die hupend gipfelwärts an uns vorbeischossen.
Und spätestens da erinnerte ich mich wieder an die Entdeckung der Langsamkeit......ohne LT, dafür mit Volvo Diesel.
Jedenfalls boxten wir die 400 Kilometer vom Lago bis zu unserem Zwischenstop in Freiburg dann doch in 8 Stunden bis 19:00 am Abend durch! Ich war fix und alle kann ich euch sagen.
Zurück in deutschen Landen präsentierten Nele und Lotte promt das italienische Animationsprogramm den deutschen Campinggästen. Sehr zu deren Freude, jedenfalls haben die alle so getan!!!!
Das mit dem privaten Animationsprogramm haben wir jetzt zu Hause auch jeden Tag. Das hat man nun davon.....
Heute am Dienstag haben wir dann die Fotos mit Julius geguckt wobei die Freude groß war. Lotte wollte gleich noch einmal in den Urlaub, wo der Junge ist.
So, wünschen euch noch ne schöne Reise zurück ins Rheinland. Wann auch immer ihr es erreichen werdet.
Aber ihr habt ja noch n bisschen Zeit.
Grüße von Nele und Lotte an Julius und Oskar
Dirk und Andrea
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