Freitag, 20. Juli 2012
Adria, Cavallino
Wir sind im Sommer angekommen. Ich hatte ja fast schon vergessen, wie sich das anfühlt - ja richtig, ziemlich heiß. Und was das Ganze noch ein bisschen heißer macht: Man darf ja nicht den ganzen Tag im Schatten einer Pinie rumdösen, sondern muss in unserem konkreten Fall morgens nach dem Aufstehen eine Runde Fußball spielen und dabei derjenige sein, der die wüst geschossenen Bälle hält oder abwehrt damit sie nicht im Vorzelt der Nachbarn landen. Nach dem Frühstück dann auf den Spielplatz und anschaukeln, Oskar bei seinen waghalsigen Kletterübungen überwachen oder mit Lehrerblick hinter Julius auftauchen, damit den großen Jungs nicht einfällt, dass sie den Kleinen mal gut an den Füßen aufhängen könnten. Dann Mittagessen im schon deutliche kleiner gewordenen Schatten vor dem Wohnwagen und dann Mittagspause IM Wohnwagen. Oskar schläft verschwitzt bei gefühlten oder vielleicht auch tatsächlichen 40 Grad und Julius liest Comics, dafür aber alleine. Danach Tasche packen und ans Meer. Auch hier eher nicht auf der Decke liegen, sondern im seichten Wasser kleine Jungen jagen, sich mit Schlamm beschmieren lassen oder Löcher in den Sand buddeln. Dann zurück, duschen jeweils im Doppelpack, dann Abendessen, ein Eis zum Abschied und Minidisco. Julius betrachtet das Treiben gewohnt kritisch aus einigem Abstand, Oskar tanzt dagegen in vorderster Reihe, allerdings nicht mit der Masse, sondern in seiner eigenen vordersten Reihe. Dann wird wild mit dem Kopf geschüttelt, der Hintern nach hinten gestreckt und Kniebeugen gemacht oder ein Arm ausgestreckt, um den man sich dann dreht, bis der Drehwurm sich übergibt. Dann ins Bett bringen und jetzt ist es 10 Uhr. Man könnte sagen, wir erholen uns in Bewegung. Ansonsten stimmen die Rahmenbedingungen. Wir stehen hier auf Sand in einem Pinienwäldchen, in dem diesmal wir nicht viel vom Trubel des eigentlich riesigen Campingplatzes mitbekommen. Der Strand mit feinem, weißen Sand beginnt quasi 10 Schritte von hier und das Wasser ist so warm, dass sogar ich ohne Probleme reinkomme. Die Nachbarschaft ist auch nicht übel: Einige deutsche Familien, die sofort mitgeschoben haben, als wir mit unserem eisenbahnlangem Gefährt den Wohnwagen nicht um die Ecke gekriegt haben, und jeweils einmal dänische und holländische Jugendliche (naja bei Licht betrachtet wahrscheinlich Erwachsene, aber wenn ich Jugendliche sage, komme ich mir nicht so alt vor. Wobei Michael sagt: Frauen können da nix für, die werden einfach alt, Männer sind selbst dran schuld, die können was dagegen tun; soso, naja...). Jedenfalls flirtet Oskar schon seit der Ankunft mit den dänischen Jungs, die holländischen Mädels hatte er sofort in der Tasche und heute haben sie ihm einen Schwimmreifen geschenkt, der zu klein für sie war. Das gibt morgen ein Fest im Wasser!!! Ansonsten könnte essensmäßig ein wenig mehr Kreativität gebraucht werden. Bis jetzt essen wir in schöner Reihenfolge: Nudeln mit Soße, Reis mit Soße, Kartoffeln mit Soße. Aus purer Verzweiflung gab`s heute auf dem Gasgrill gegrillte Fischstäbchen, nein nicht mit Soße, sondern mit Kartoffelpüree. Und morgen? Reis mit Soße!
(Maren)

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Essen
Och, soll ich vorbei kommen und euch was kochen? Kann doch meinen lieben Oskar nicht hungern lassen... Vielleicht geben ihm die niederlaendischen Maedels ein paar Pommes ab.

Wir verkruemeln uns morgen auch fuer eine Woche Richtung Hamburg / Hannover. Wenigstens kommt der Sommer jetzt auch endlich hier an.

liebe gruesse

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Och, wenn Euch so heiss ist, habe ich eine Idee....Ein Sprung über die Alpen und siehe da....es gibt Regen, aber nur noch heute....
Nun denn, viel Spass weiter bei Schwimm- und Fussballvergnügen und bei weiteren Fotoshootings.
Liebe Grüsse und wenn der Reis nicht mehr schmeckt, kann es doch auch mal Eis sein oder?
Mama

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