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Montag, 8. August 2011
wir sind auf dem Weg!
kleinbusreise, 21:35h
Aktuell bei starkem wind auf dem Heimweg. Freue mich darauf, alle wiederzusehen.
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Freitag, 5. August 2011
Kärnten Nordschleife
kleinbusreise, 13:46h
33 Grad Lufttemperatur, warmes Seewasser- Terrassencamping heißt der Platz.


Und die Eisverkäuferin versteht mein deutsch nicht. Nicht wie in Italien, wo man mit „hallo, dreisechzig macht das“ begrüßt wurde.
Ansonsten hat das Rückwegfeeling schon eingesetzt.
Und das lauwarme Adriawasser und ein endlos scheinender Sandstrand sind nicht mehr zu toppen.
THE BUS hat uns souverän bis in die Alpen gebracht, jetzt sinds noch schlappe 950 Kilometer bis nach Hause. Die Autobahn von Venzia über Udine hier nach Villach war super zu fahren, total leer und mit traumhaften Bergblicken.

Wobei ich mich gefragt hab wie die Italiener das machen: Gebirgsautobahn, leerer Parkplatz: Man geht in die Raststätte (in italienschen Raststätten geht’s rein und man MUSS eine Runde durch den Supermarkt gehen) und drinnen glaubt man zur Hochsaison auf einem Adria-Campingplatz einchecken zu wolle: kaum freie Stehtische, Schlange an der Kasse…
Wobei die tägliche Schlangelänge sich reduziert hat. In Ramstein musste man ca 1 Minute warten beim morgendlichen Brötchenholen, in Allensbach warens 2 (mit Vorbestellung der Brotration bis 18h am Vorabend), in der Schweiz musste man dann 3 Minuten auf die Kassiererin warten, am Lago Maggiore war die Schlange durch den halben Supermarkt (ca 15 Minuten), an der Adria bis aus dem Supermarkt raus (ca. 20 Minuten) und jetzt Zack, keine Schlange mehr an den Frühstücksbrötchen.
Trotzdem, wird Zeit dass wir nach hause kommen.
Der Terrassencamping hat den bislang schlechtesten Hygienestandard. Jedes Klohäuschen „riecht“, selbst wenn frisch gewischt ist. Und braune rechteckige 70er Jahre Jugendherbergskacheln am Boden, weiße an den Wänden und grüne Trennwände deuten auf einen Investitionsstopp seit 30 Jahren hin.
Ein Großteil der Nachbarschaft ist auch nett.
Bis auf die Horde Wilder (5 bis 10 jähriger), die überall Rambazamba machen.
Sowohl auf der völlig überfüllten Liegewiese, als auch in der Spieleecke in der Kantine die binnen einer halben Stunde dem Pavianfelsen im Kölner Zoo glich.
Julius hab ich dann mal vorsorglich da rausgeholt, bevor die ersten blutenden Wunden entstanden.
Aber Unkraut vergeht nicht.
Und bei diesem Facettenreichtum an sozialer Kompetenz den wir in den letzten 4 Wochen gelernt haben, lernt man auch die eigene Toleranzgrenze neu zu definieren und auch mal physisch einzugreifen wenn Julius auf der Rutsche von einem 70 Kilo Zehnjährigen begraben wird, der einfach auf ihm sitzenbleibt.
Nahrungskette halt.
Morgen geht’s Richtung München (Murnau, Staffelsee).
Ich freu mich auf meine Badewanne.
Und auf meine Vespa.
Und auf mein Bett.
Und auf die Zivilisation in unserem Veedel.


Und die Eisverkäuferin versteht mein deutsch nicht. Nicht wie in Italien, wo man mit „hallo, dreisechzig macht das“ begrüßt wurde.
Ansonsten hat das Rückwegfeeling schon eingesetzt.
Und das lauwarme Adriawasser und ein endlos scheinender Sandstrand sind nicht mehr zu toppen.
THE BUS hat uns souverän bis in die Alpen gebracht, jetzt sinds noch schlappe 950 Kilometer bis nach Hause. Die Autobahn von Venzia über Udine hier nach Villach war super zu fahren, total leer und mit traumhaften Bergblicken.

Wobei ich mich gefragt hab wie die Italiener das machen: Gebirgsautobahn, leerer Parkplatz: Man geht in die Raststätte (in italienschen Raststätten geht’s rein und man MUSS eine Runde durch den Supermarkt gehen) und drinnen glaubt man zur Hochsaison auf einem Adria-Campingplatz einchecken zu wolle: kaum freie Stehtische, Schlange an der Kasse…
Wobei die tägliche Schlangelänge sich reduziert hat. In Ramstein musste man ca 1 Minute warten beim morgendlichen Brötchenholen, in Allensbach warens 2 (mit Vorbestellung der Brotration bis 18h am Vorabend), in der Schweiz musste man dann 3 Minuten auf die Kassiererin warten, am Lago Maggiore war die Schlange durch den halben Supermarkt (ca 15 Minuten), an der Adria bis aus dem Supermarkt raus (ca. 20 Minuten) und jetzt Zack, keine Schlange mehr an den Frühstücksbrötchen.
Trotzdem, wird Zeit dass wir nach hause kommen.
Der Terrassencamping hat den bislang schlechtesten Hygienestandard. Jedes Klohäuschen „riecht“, selbst wenn frisch gewischt ist. Und braune rechteckige 70er Jahre Jugendherbergskacheln am Boden, weiße an den Wänden und grüne Trennwände deuten auf einen Investitionsstopp seit 30 Jahren hin.
Ein Großteil der Nachbarschaft ist auch nett.
Bis auf die Horde Wilder (5 bis 10 jähriger), die überall Rambazamba machen.
Sowohl auf der völlig überfüllten Liegewiese, als auch in der Spieleecke in der Kantine die binnen einer halben Stunde dem Pavianfelsen im Kölner Zoo glich.
Julius hab ich dann mal vorsorglich da rausgeholt, bevor die ersten blutenden Wunden entstanden.
Aber Unkraut vergeht nicht.
Und bei diesem Facettenreichtum an sozialer Kompetenz den wir in den letzten 4 Wochen gelernt haben, lernt man auch die eigene Toleranzgrenze neu zu definieren und auch mal physisch einzugreifen wenn Julius auf der Rutsche von einem 70 Kilo Zehnjährigen begraben wird, der einfach auf ihm sitzenbleibt.
Nahrungskette halt.
Morgen geht’s Richtung München (Murnau, Staffelsee).
Ich freu mich auf meine Badewanne.
Und auf meine Vespa.
Und auf mein Bett.
Und auf die Zivilisation in unserem Veedel.
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Donnerstag, 4. August 2011
langsam Heimweh
kleinbusreise, 14:04h
Achtung Coverversion: RRRRRRRRegen!!!
Aber man soll sich ja nicht beklagen. Wirkliche Regentage auf unserer Reise kann man, glaube ich, an einer Hand abzählen. Und so was hat ja auch was für sich. Gestern abend, als beide Kinder schon schliefen, konnten Michael und ich am Wohnmobilfenster stundenlang Wetterleuchten und Gewitter über den Bergen angucken (und die Nachbarn durch deren Fenster) und dabei handwarmen 2,30€-Rotwein aus der Flasche trinken. Der Tag zuvor war wahrscheinlich unser Hitzerekord – 33°.
Jetzt sinds geschätzte 15° weniger. Und wir sind mental auf Heimweg eingestellt. Dieser Campingplatz ist einer der größeren und auch wieder hauptsächlich von Holländern bewohnt.
Irgendwie haben wir ähnliche Präferenzen bei der Auswahl der Plätze. Aber – und das möchte ich jetzt ausdrücklich nicht an der Nationalität festmachen (schließlich sind „einige“ unserer besten Freunde mit Holländern verheiratet und wir wissen ganz genau, dass diese sehr sozial kompetente Menschen sind) – hab ich diese Leute satt!!!! Unter Campern sind ganz klar viele Leute, die ganz offensichtlich nichts von der Erziehung ihrer Kinder halten. Michael und ich sind dazu übergegangen, wahllos und ohne Rücksicht darauf, ob die Kinder uns verstehen oder nicht, auf deutsch rumzubrüllen, sobald uns was querkommt. Beispiele?: Julius rutscht die Rutsche in den See, während gleichzeitig von unten ein älterer und deutlich schwererer Junge hochklettert und ohne mit der Wimper zu zucken über Julius drüber. Als er auf Julius draufliegt, der laut weint, sprintet Michael hin und reißt dem Jungen die Beine hoch, um Julius zu befreien. Der Junge hatte überhaupt keine Ahnung, was Michael von ihm wollte. Gleichzeitig explodiert neben unserer Decke eine Wasserbombe. Mein Gebrüll, dass hier ein Baby liegt, bewirkt lediglich, dass die Jungs, die es nicht waren, alle auf den Übeltäter zeigen, der sich partout nicht umdrehen will. Später wirft sich ein Junge neben Michael ins Wasser, dass er und Julius von Kopf bis Fuß nassgespritzt wird. Michael ist da schon schmerzfreier: Der spritzt einfach volle Ladung Wasser zurück. Ich (Michael nennt das Lehrer-Beisshemmung) denke ja immer noch, dass sich irgendwann auch die Eltern der Kinder einmischen könnten und die es nicht beim Wasserspritzen lassen. Beim Essen in der – nennen wir es mal – Kantine räumt eine Gruppe von Chaoten das Bällebad der Spieleecke aus und werfen die Bälle quer durch den Raum. Diesmal brüllen Michael und ich synchron. Sonst interessiert es mal wieder … keinen.
So lernen wir wenigstens, was unser perfekter Campingplatz ist: Nicht mehr als 300 Plätze, parzelliert mit mindestens mittelhohen Bäumen, direkt an irgendeinem Wasser, eine Gelegenheit zum Kaffeetrinken unter freiem Himmel und nach Möglichkeit direkt neben dem – zwingend vorhandenem – Spielplatz. Beim Thema Kinderanimation sind wir uns noch nicht ganz einig.
Es ist übrigens an der Zeit zuzugeben, dass wir die 4-Wochen-Grenze reißen werden. Der Plan sieht jetzt so aus, dass wir am Samstag die Grenze nach Deutschland überqueren werden, um noch 2 Tage in Murnau zu bleiben und dann (vielleicht noch mit einer Übernachtung in der Nähe von Würzburg) am Mittwoch oder Donnerstag zu Hause zu sein. Wir freuen uns auf unsere Badewanne und Betten, bei denen man nicht überlegen muss, in welcher Richtung man schlafen muss, um nicht kopfwärts bergab zu schlafen.
Aber man soll sich ja nicht beklagen. Wirkliche Regentage auf unserer Reise kann man, glaube ich, an einer Hand abzählen. Und so was hat ja auch was für sich. Gestern abend, als beide Kinder schon schliefen, konnten Michael und ich am Wohnmobilfenster stundenlang Wetterleuchten und Gewitter über den Bergen angucken (und die Nachbarn durch deren Fenster) und dabei handwarmen 2,30€-Rotwein aus der Flasche trinken. Der Tag zuvor war wahrscheinlich unser Hitzerekord – 33°.
Jetzt sinds geschätzte 15° weniger. Und wir sind mental auf Heimweg eingestellt. Dieser Campingplatz ist einer der größeren und auch wieder hauptsächlich von Holländern bewohnt.
Irgendwie haben wir ähnliche Präferenzen bei der Auswahl der Plätze. Aber – und das möchte ich jetzt ausdrücklich nicht an der Nationalität festmachen (schließlich sind „einige“ unserer besten Freunde mit Holländern verheiratet und wir wissen ganz genau, dass diese sehr sozial kompetente Menschen sind) – hab ich diese Leute satt!!!! Unter Campern sind ganz klar viele Leute, die ganz offensichtlich nichts von der Erziehung ihrer Kinder halten. Michael und ich sind dazu übergegangen, wahllos und ohne Rücksicht darauf, ob die Kinder uns verstehen oder nicht, auf deutsch rumzubrüllen, sobald uns was querkommt. Beispiele?: Julius rutscht die Rutsche in den See, während gleichzeitig von unten ein älterer und deutlich schwererer Junge hochklettert und ohne mit der Wimper zu zucken über Julius drüber. Als er auf Julius draufliegt, der laut weint, sprintet Michael hin und reißt dem Jungen die Beine hoch, um Julius zu befreien. Der Junge hatte überhaupt keine Ahnung, was Michael von ihm wollte. Gleichzeitig explodiert neben unserer Decke eine Wasserbombe. Mein Gebrüll, dass hier ein Baby liegt, bewirkt lediglich, dass die Jungs, die es nicht waren, alle auf den Übeltäter zeigen, der sich partout nicht umdrehen will. Später wirft sich ein Junge neben Michael ins Wasser, dass er und Julius von Kopf bis Fuß nassgespritzt wird. Michael ist da schon schmerzfreier: Der spritzt einfach volle Ladung Wasser zurück. Ich (Michael nennt das Lehrer-Beisshemmung) denke ja immer noch, dass sich irgendwann auch die Eltern der Kinder einmischen könnten und die es nicht beim Wasserspritzen lassen. Beim Essen in der – nennen wir es mal – Kantine räumt eine Gruppe von Chaoten das Bällebad der Spieleecke aus und werfen die Bälle quer durch den Raum. Diesmal brüllen Michael und ich synchron. Sonst interessiert es mal wieder … keinen.
So lernen wir wenigstens, was unser perfekter Campingplatz ist: Nicht mehr als 300 Plätze, parzelliert mit mindestens mittelhohen Bäumen, direkt an irgendeinem Wasser, eine Gelegenheit zum Kaffeetrinken unter freiem Himmel und nach Möglichkeit direkt neben dem – zwingend vorhandenem – Spielplatz. Beim Thema Kinderanimation sind wir uns noch nicht ganz einig.
Es ist übrigens an der Zeit zuzugeben, dass wir die 4-Wochen-Grenze reißen werden. Der Plan sieht jetzt so aus, dass wir am Samstag die Grenze nach Deutschland überqueren werden, um noch 2 Tage in Murnau zu bleiben und dann (vielleicht noch mit einer Übernachtung in der Nähe von Würzburg) am Mittwoch oder Donnerstag zu Hause zu sein. Wir freuen uns auf unsere Badewanne und Betten, bei denen man nicht überlegen muss, in welcher Richtung man schlafen muss, um nicht kopfwärts bergab zu schlafen.
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